– Jessie & Ursula –

Jessies Geschichte

Nur ein Hund?

JA – nur ein Hund.
Und doch eine Kameradin im Herzen und in allen Sinnen.

Jessies Besuch auf unserem Planeten Erde – Jessie and us

Als unsere Universen sich geteilt haben

Ich bin Jessie, die hier spricht, und blättere die Fotos durch, die Ursula in unseren gemeinsam 10 Jahren und 268 Tagen gemacht hat. (3786 einzelne Tage) Dabei geht mir so viel durch den Kopf.

Ich zeige euch die schönsten Fotos und erzähle euch meine Erinnerungen dazu.

Ursula schaut mir über die Schulter und hilft meinen Gedächtnis gelegentlich nach. Sie beschafft mir auch Informationen aus dem Internet. Sie fragt einfach Grok, ihre Lieblings-KI, wie zum
Beispiel gerade eben, als sie wissen wollte, wieviele Tage ich bei ihr und Wolf verbracht habe.

Schon unser Anfang war sehr harmonisch. Am 10. April 2015 haben wir uns zum ersten Mal gesehen, gespürt und beschnuppert.

Juan war begeistert. Wolf hat ihn so schön gekrault, wie ich auf den Fotos erkennen kann. Erinnern kann ich mich natürlich nicht mehr. Mama Dalijah hat das wohl entspannt gesehen.
Arkadija hat sich nicht groß eingemischt. Sie hat sich aber über die Leckerli gefreut, die die beiden mitgebracht haben. Das hat sie uns allen später berichtet, als die beiden schon wieder weg waren. Getrocknetes Straussenfleisch gab es nicht alle Tage.

Ich hatte schon so sehr auf die beiden gewartet. 🍀 🪄 Juan hatte mich schon lange gemahnt. Ich war zu groß geworden für einen Platz in seinem Bettchen. Ihm haben damals schon die alten Knochen wehgetan und er hat große Opfer gebracht, wenn er mir erlaubt hat, neben ihn zu liegen. Deshalb hat er auch sofort zugestimmt, als Sabine ihn gefragt hat, ob Wolf mich mitnehmen darf. Wolf und Juan, das war Liebe auf den ersten Blick.

Ursula erzählt immer, ich hab ihr voll über das Gesicht geleckt, als sie mich zum ersten Mal auf den Arm nahm und das habe unsere Liebe fürs Leben begründet.

Am 4. Mai 2015 haben mich die beiden dann schließlich mitgenommen. (Ich war schon 75 Tage alt.) Ursula hat damals Tagebuch-Notizen gemacht. Die habe ich gefunden. Ich werde euch später mehr erzählen.

In Tagen gerechnet waren wir, wie schon gesagt, 3786 Tage zusammen, vom 4. Mai 2015 bis zum Tag an dem ich gestolpert und im Universum einen Schritt zur Seite gefallen bin.

Ursula hat immer gesagt, ein Tag im Leben eines Hundes ist soviel wert, wie 7 Tage im Leben eines Menschen. Sie wollte mir deshalb jeden einzelnen Tag zu einem besonderen machen. Ich
finde, es ist den beiden gelungen.

Ich spreche nur, wenn ich etwas zu sagen habe. Da bin ich wie Wolf. Ursula dagegen spricht immer. Aber sie hat ja auch immer etwas zu mir zu sagen. Und sie spricht immer noch ständig mit mir, obwohl wir doch im Universum einen Schritt von einander entfernt sind. Das hindert sie nicht wirklich.

Ursula kann man nicht so leicht verunsichern. Was sie hört das hört sie, was sie sieht, das sieht sie und was sie riecht, das riecht sie und wenn sie mich hört, dann hört sie mich, wenn sie mich sieht, dann sieht sie mich und riecht mich.

Ursula hat ja jetzt viel Zeit, seit sie mich morgens – und überhaupt – nicht ständig versorgen muss. Sie muss auch meinen Blutzucker nicht mehr messen. Über solche, auf dem Planeten Erde relevanten Parameter verfüge ich nicht mehr. Auch einen Hormonspiel, der mir Schaden zufügen könnte, besitze ich nicht mehr. Meine Sehnsucht, meinen Prinzen beim Gassigehen im Wald zu finden, muss den beiden auch keine Sorgen mehr machen. Auch Wanda muss sich keine Sorgen mehr machen.

Wer Wanda 👼 ist und was sie mir bedeutet oder bedeutet hat, wie man es nimmt, erzähle ich euch später. Bei meinem Besuch auf dem Planeten Erde spielt sie eine Schlüsselrolle. Auch Wanda kann mich noch sehen, hören und riechen. 🪄

Es hat mir gar nicht gepasst, wenn Wanda 👼 Wolf und Ursula morgens solange und liebevoll begrüßt hat. Ich hatte immer Angst, sie lässt mich dabei links liegen. Da musste ich gelegentlich auch lautstark klar machen, dass man mit mir so nicht umgehen kann.

Auf dem Planeten Erde kann man alt werden und sterben. Bevor man stirbt, wird man ziemlich klapprig und schwach. Ich konnte das bei den beiden beobachten. Das geht so schleichend. Aber ich habe immer auf die beiden aufgepasst. Ebenso wie sie auf mich. Auch wenn ich nicht immer alles verstanden habe, ich habe von Anfang an begriffen: die beiden lieben mich sehr und meinen es immer gut mit mir.💞 💞

Bei Sabine und Frank habe ich schon erfahren, wie liebevoll Menschen sein können und dass man Ihnen vollkommen vertrauen kann. Sie waren auch klug genug, mich daran zu gewöhnen, dass der Planet der Menschen gelegentlich laut und ungemütlich sein kann. Sabines Staubsauger oder die Kochtopfdeckel, die sie gelegentlich auf den Boden geworfen hat. Ich durfte nie zugeben, dass ich erschrocken bin. Sonst hätte sie ihr Experiment sofort wiederholt. Na ja, ich bin ja nicht doof.

Auch an die Leine hat Sabine mich schon gewöhnt. Aber Wolf musste dann von mir lernen, dass an unserer gemeinsamen Leine zwei starke Willen konkurrieren. An jedem Ende der Leine einer – Yin gegen Yang. Ursula hat es uns beiden schon sehr schnell leicht gemacht und mich ohne Leine laufen lassen. Sie ist ja auch eine Frau und hatte nie das Gefühl mich dominieren zu müssen. Im Gegenteil. Sie wollte immer einen Hund , der ein wenig wie eine Katze war, ein wenig „autonom“. Um ehrlich zu sein, gewichtsmässig hätte sie das Leinenhakeln auch nicht lange durchgehalten. Solange mir keine Eichhörnchen über den Weg liefen, hat sie das nie bereut.

Eine unbeschreibliche Freude habe ich Ursula gemacht, als ich einmal zu ihren Gunsten ein Rudel Rehe in Frieden davon laufen ließ. Aber das war wohl, weil Ursula einen Urschrei ausgestoßen hat, wie ich ihn nie zuvor gehört habe. Sie hat mir einen solchen Schrecken eingejagt! Ihr macht euch kein Bild! So etwas wollte ich nie wieder riskieren. Später war das auch gar nicht notwendig.

Ist das zu fassen, Wolf hat mir einen Staubsauger gekauft. Den hat er all die Jahr benutzt. Ursula hat immer die Bürste gesäubert. Er wusste gar nicht, wozu das notwendig sein sollte.

Soviel erst einmal für heute. Ich werde euch noch viel erzählen und euch dann auch Fotos und Videos zeigen und immer eine Geschichte dazu erzählen.

Ich werde euch erzählen, was es mit meinem Zöpfchen auf sich hat, warum ich immer noch so schöne weiße Zähne hatte, als ich in die Welt stolperte, in der das keine Rolle mehr spielt. Ich
werde euch von meinen Erlebnissen im Schnee und im Wasser erzählen und von wunderschönen Ausflügen. Auch den Feldberg haben mir die beiden gezeigt. Und ich bin sogar Gondel gefahren.

Ich werde euch von Herrn Jurgeit und seiner Hundeschule erzählen und auch von Helena. Kinder spielten bei meinem Besuch auf der Erde eigentlich keine bedeutende Rolle. Es gibt eine Ausnahme, Helena.

Ich werde euch auch von zwei Neuzugängen berichten, die leider erst spät in mein Rudel kamen, Maike und Manuela.

Und noch etwas ganz Wichtiges. Ich werde euch von meiner Tierärztin erzählen. Von meinem ersten Besuch bei ihr, bis hin zu ihrer großen Sorge, als eine wichtige Entscheidung anstand. Sie war immer mit größtmöglicher Sorgfalt um mein Wohl besorgt. Wolf und Ursula waren darüber sehr froh. Dort, wo ich jetzt bin, brauche ich keine Tierärztin mehr😢 🌈 .

Ich werde euch von magischen Momenten erzählen zwischen den beiden und mir. Nur ein Beispiel: Ursula hat kein Problem mich morgens, wenn sie aufwacht, an der Schlafzimmertür zum
Balkon zu liegen zu sehen. Und manchmal kann sie mich dann auch riechen. Das hab ich euch ja schon erzählt.

Macht‘s gut und bleibt gesund. Bis bald.
Jessie mit Ursula im Herzen und im Fell🪄 🪄 🪄