– Jessie & Ursula –
Jessies Geschichte

Nur ein Hund?
JA – nur ein Hund.
Und doch eine Kameradin im Herzen und in allen Sinnen.
Ursula sucht Jessie im Universum
Endlich kann es weitergehen! 🪄🪄🪄💫🪐🐾🐾
Ursula hat meine „Impulskontrolle“ beendet. (So nennt man das, wenn man einen Hund zurückhält, das zu tun, was er so gerne täte.)
Dreizehn Wochen nachdem ich mich in die Quantenfelder zurückverwandelt habe, aus denen ich geboren wurde, hat Ursula es endlich begriffen. Das war harte Arbeit für mich. Immer wieder musste ich ihr Zeichen geben. Sie hat lange nicht den Mut gehabt, den Zeichen, die sie sah, zu vertrauen. Sie hat mich in schwarzen Löchern im All gesucht und in Strings. Sie hat in Einsteins RaumZeit gesucht und in den Dimensionen von Itzhak Bars 2T-Physik, die einen Weg durch Singularitäten ermöglichen.
Itzhak Bars entwickelte die Zwei-Zeit-Physik (2T-physics), eine radikale Erweiterung der Stringtheorie: Währen es in der normalen Physik nur eine Zeit und drei Raumdimensionen gibt, rechnet Itzhak Bars mit zwei Zeiten und vier Raumdimensionen.
Ursula ist auf dieser Reise durch die Zeiten und Räume auch ihren Hologrammen begegnet. Dort stand, dass die Realität in einem Volumen vollständig durch eine Theorie auf seiner Oberfläche beschrieben werden kann. Ursula versteht das und findet es toll, ich nicht.
Aber weitergebracht hat diese Reise Ursula nicht wirklich. Außer dass sie jetzt weiß, sie hat’s nichts übersehen, was auch in den wissenschaftlich anerkannten Büchern und Zeitschriften steht. Ihr Weg war jetzt frei. Also nahm Ursula ihren ganzen Mut zusammen und schrieb auf, was ich ihr eingeflüstert hatte.
Dieser Mut wurde schneller belohnt, als Ursula weglaufen konnte. Sie stieß auf einen italienischen Physiker, der ihren Mut noch weit in den Schatten stellte, Federico Faggin. Ein guter Bekannter aus alten Zeiten gesellte sich auch noch dazu, ein Hirnforscher. Er stammt aus Südtirol und heißt Valentin Braitenberg. Schade, dass Faggin und er sich nie getroffen haben. Aber was nicht ist, kann noch werden.
Ursulas holpriger Weg hat mich gerührt, aber auch schier zur Verzweiflung gebracht. Dann habe ich Maro um Hilfe gebeten. Maro hat sich zunächst einen Scherz erlaubt und sich als Ursulas Profibild bei WhatsApp geschlichen. Dorthin, wo immer ich war. Die Leute dachten, Ursula hat einen neuen Hund. Was ja auch in gewisser Weise stimmt. Das war ein echter Gag, an dem ich nicht ganz unbeteiligt war. Aber Spaß beiseite, jetzt haben wir drei es geschafft. Ursula hat begriffen, dass das Universum in ihr ist und in mir. Dass wir Eins sind. Wir und alle, die wir lieben.
Ursula hat gelernt, dass es „Seities“ gibt. Das sind unsere gemeinsamen 💞Erinnerungen, die holographisch gespeichert sind, im Gehirn 🧠und darüber hinaus 💫✨🪐 und das bleiben sie für die Ewigkeit. Durch sie sind wir unsterblich.
Jetzt hat Ursula verstanden, dass wir bereits seit langem eins sind, spätestens seit dem Tag, als ich Ursula zum ersten Mal übers Gesicht geleckt habe. Wenn es die Zeit erlaubt rückwärts zu existieren und eigentlich müsste sie das, waren wir schon immer eins. Ewigkeiten haben ja kein Ende, wie könnten sie dann einen Anfang haben? Aber das spielt ja jetzt keine Rolle mehr.
Ursulas verzweifelte Suche hat also ein Ende gefunden. Wir können uns drauf konzentrieren, in den Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit auf dem Planeten Erde zu schwelgen. Ich werden Maro erzählen von den wunderbaren Seen und Bächen, in denen ich geschwommen bin. Er ist doch zur Hälfte Labrador und das sagt alles. Maro darf also künftig überall dabei sein, wenn Ursula unsere Seities auf der Erde in Datenträger zu bannen sucht, die die normalen Menschen mit ihren bescheidenen Sinnen erfassen können.
Ursula hat immer gesagt, Rudelführer soll der sein, der es gerade am besten kann. Das war jetzt eine zeitlang ich, die kleine Jessie. (Das ist doch nur ein Hund, hat einmal eine Frau zu mir gesagt. Es war eine sehr dumme Frau.) Jetzt übergebe ich die Führung wieder an Ursula. Sie weiß besser, wie man unseren gemeinsamen Weg den Menschen erklären kann.